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erdbeerburger mit brioche buns ala burger unser.

eine buchrezension und ein dekadentes sonntagsfrühstück.

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vor einiger zeit schwärmte mir eine kollegin von dem burgerbuch überhaupt vor, quasi der bibel der burgerrezepte. was soll ich sagen? sie hat ja so was von recht, das burger unser ist ein richtiges brett und mit 1,8 kg auch keine ganze leichte lektüre. nicht nur die 288 seiten sind ein absoluter augenschmaus, auch das cover kann sich durchaus sehen lassen. und fühlen lassen. ich muss ja immer alles anfassen und das burger unser fasst sich ausgesprochen gut an. ein mattschwarzer einband mit mattgoldener illustration und text, der zudem noch geprägt ist. aussen also schon mal ziemlich hui. und ich versprech euch, so geht es innen weiter. und zwar sofort auf der ersten doppelseite mit einem etwas anderen letzem abendmahl. zu sehen sind hier auch die schöpfer des buches. zu viele köche verderben den brei? nope. hier auf gar keinen fall.

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© Daniel Esswein

denn das, was hubertus tzschirner, nicolas lecloux, dr. thomas vilgis, nils jorra, florian knecht und daniel esswein hier geschaffen haben, ist von vorne bis hinten ein komplett stimmiges buch mit schicken fotos, tollen texten, burgern mit grossartigen namen wie from dusk till burn, vegetanium, der federballspielende italiener little unami boy und burger mit den scherenhänden. damit bekommt man mich ja immer … der inhalt ist unterteilt in buns / fleisch (von fleischkunde über vom fleisch zum patty bis wissen statt glaube) / patties / sossen (kokos-ananas-chili- mayonnaise, southern girl ketchup…) / beilagen (jede menge fritten, gegrilltes, gebackenes und eingelegtes gemüse) / burger / und anhang (mit grundrezepten, glossar und jede menge wissenswertem über die schöpfer). die excellent in szene gesetzten burger lassen einem das wasser im mund zusammenlaufen (mir auf jeden fall und ich denke, dass es den meisten anderen ebenso gehen wird) und die texte sind wunderbar geschrieben. zu jedem rezept gibt es empfehlungen für passende patties, zubereitung, buns, beilagen und getränke.

die ersten küchenspuren hab ich auf der seite der brioche buns hinterlassen. während ich das buch durchblätterte und gedanklich überall vermerke setzte, blieb ich an ick bin kein berliner hängen. warum nicht mal nen burger zum dessert? mit erdbeeren, pudding, rhabarber & minze. kleiner traum, oder?

als tipp steht hier geschrieben: dieser burger ist der ultimative schweinkram. hier darf nichts verändert oder abgewandelt werden. es gibt dazu auch keine tipps oder empfehlungen.

ja, manchmal kommt es anders, ne? nennt mich einen rebell, aber manchmal machen mir mein gedächtnis und meine küchenschränke einen kleinen strich durch die rechnung. unfassbar lecker ist der burger allen widrigkeiten zum trotz auf jeden fall geworden und ich möchte euch vor allem die brioche buns ans herz und in den ofen legen. die sind so sensationell gut, schmecken zu süssem wie zu herzhaftem und lassen sich genauso gut einfrieren wie aufbacken. here we go:

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ihr benötigt für acht buns:

3el (hafer-)milch

40g rohrzucker

380g mehl, type 550 und etwas zum bemehlen der arbeitsfläche

1/2 würfel (21g) frische hefe

1 großes ei

3tl mehl, type 405

9g meersalz

240ml wasser

1 eiweiss

1el wasser

1 prise meersalz

topping nach wahl (hier mohn und schwarzer sesam)

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verquirlt eiweiss, wasser und salz in einer schale und stellt diese kühl.

erwärmt die milch auf etwa 45°c (hab ich ohne thermometer nach gefühl gemacht) und gebt sie mit 1el mehl (550) und 1el zucker in eine schüssel. zerbröselt die hefe mit den fingern und verrührt sie mit der mischung. lasst sie gute 10 minuten stehen, dann sollten sich langsam blasen bilden. schlagt das ei mit dem übrigen zucker auf.

mischt in einer grossen schüssel die beiden mehlsorten mit der weichen butter und dem meersalz. ihr solltet eine gleichmässige masse erhalten, die an streusel erinnert. arbeitet nach und nach die hefe-milch-mischung, das wasser und das ei ein. das klappt ganz gut mit einem kochlöffel. jetzt habt ihr die wahl. gebt den teig für etwa 6 minuten auf mittlerer stufe in eine küchenmaschine und lasst diese für euch arbeiten. ich habe mich für´s kneten entschieden. faltet und knetet den teig, bis er ganz glatt ist und sich fast samtig anfühlt. dafür braucht ihr anfangs verdammt viel vorstellungskraft, denn das zeug klebt wie hulle und der tipp, nicht ständig mehl draufzupacken, war hier wirklich gold wert. dadurch würden die buns wesentlich fester und weniger saftig werden. und das wollen wir nicht. also knetete und faltete ich – fast 20 minuten – vor mich hin und hoffte inständig, dass jetzt nicht das telefon oder jemand an der tür klingelte. aber irgendwann veränderte sich der teig. er wurde elastischer und klebte nicht mehr so dermassen an meinen fingern. also, durchhalten ist hier die devise. formt den teig zu einer schönen, weichen kugel und gebt ihn in eine groooße (!) schüssel, die ihr mit frischhaltefolie abdeckt. bei zimmertemperatur darf der teig jetzt 1-2 stunden gehen, bis sich das volumen verdoppelt hat. im buch wird empfohlen eine runde zu joggen oder sich um den zustand der küche zu kümmern und dabei auch mal auf den boden zu schauen. ich habe mich für b entschieden und die küche ordentlich auf vordermann gebracht. nach etwa einer stunde streifte mein blick die teigschüssel. die war wohl nicht groß genug und der teig hatte bock zu gehen …

wenn die zeit abgelaufen ist, bemehlt ihr eure arbeitsplatte leicht (!), befreit den teig und teilt ihn z. b. mit einer teigkarte auf der arbeitspaltte in 8 gleichgrosse stücke. formt diese zu schönen runden kugeln setzt sie mit etwas abstand auf ein mit backpapier ausgelegtes backblech. küchentuch drüber und noch einmal eine stunde gehen lassen.

heizt den backofen auf 200°c vor, bestreicht die rohlinge mit der eiweissmischung und bestreut sie mit eurem topping. bei mir bekam die eine hälfte mohn ab, die andere schwarzen sesam. die buns wandern für 15 – 20 minuten in den ofen. schaut zwischendurch mal nach, wie weit sie sind.

lasst sie abkühlen und stellt sie mit einem küchentuch abgedeckt beiseite. (oder ihr schneidet sie noch warm auf und erfreut euch an dem herrlichen duft, den sie verströmen und über das luftig, lockere goldgelbe brötcheninnere …

achtung! für den offiziellen ick bin kein berliner burger aus dem burger unser werden die buns nach dem finalen gehen lassen nicht einfach gebacken, sondern in 175°c heissem erdnussöl von beiden seiten goldgelb ausgebacken. fail1: mein gedächtnis sagt „erdnussöl brauchen wir nicht kaufen, steht im schrank.“ realität: „nö. erdnussöl ist aus“. ok, also wanderten die buns in den ofen. und schmecken auch so so gut!

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die burger unser jungs haben die erdbeeren mit holunderblütensirup mariniert. hatte ich auch vor. bis mir – fail 2 – die flasche um die ohren geflogen ist (der sirup sollte dann doch in weniger als zwei jahren verbraucht werden). ich hab die erdbeeren kleingeschnitten und statt dessen in selbstgemachten rosmarinsirup mariniert.

den rhabarber hab ich mit einem stück ingwer, etwas rohrzucker, vanille, zitrone und wasser eingekocht und nicht mit rhabarbersaft wie im rezept (weil – fail 3 – überlesen).

der pudding ist bei mir – fail 4 – nicht selbstgekocht wie im buch (asche auf mein haupt), sondern nur zusammengerührt und augekocht. ja, ein fertigprodukt, aber der trappistinnen-flan ist echt gut.

zum anrichten schneidet ihr ein (im besten fall noch warmes) brioche bun auf, bestreicht die untere hälfte mit pudding, gebt erst etwas rhabarber drauf und dann die erdbeeren und raspelt zu guter letzt ein wenig zartbitter schokolade drüber (hier mit sesam). deckel drauf und fertig.

aus eigener erfahrung kann euch sagen, der erdbeerburger ist nicht nur ein knaller nachtisch (wenn man vorher nur eine kleine portion salat gegessen hat), sondern auch das beste sonntagsfrühstück … #füreuchgetestet

und, seid ihr neugierig geworden? dann werft doch mal einen blick ins burger unser! lohnt sich definitiv.

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alles liebe & einen wunderbaren sonntag

★ nike ★

 

ein großes dankeschön an callwey für das großartige rezensionsexemplar!

 

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8 Kommentare

  1. yum yum! Hömma, du Herdzauberin, deine »rebellischen« Abwandlungen klingen super – und dies scheint mir hier die perfekte Ergänzung zum »römischen Burger« zu sein. Oder die optimale Kraftnahrung für meine heutige Renovierungsaktion (leider nicht bei mir). Ich muss doch allen Ernstes auch mal einen Blick in dieses Buch werfen. Liebe Grüße!

    1. danke, liebste römerin! mach das auf jeden fall. da kannste die römer stulle noch mal ordentlich upgraden! viel spass beim renovieren! 😉

  2. Der Burger ist der Knaller – danke für’s Testen 😉 Das Buch hatte ich letztens auch schon in der Hand, war aber unschlüssig, ob ich’s kaufen soll – werde ich mir doch auch holen! 🙂
    Allerliebste Grüße, Marlene

    1. gute entscheidung! 🙂

  3. Wunderbar, herrlich … ich kann es kaum erwarten, dass die Erdbeeren hier reif sind.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

    1. hoffentlich bald! ich könnte gerade jeden tag welche essen! 🙂

  4. WOW!!! Ein süßer Burger und dann auch noch mit Erdbeeren – das sieht absolut gigantisch mega lecker aus! Mit so was zum Frühstück kann es nur ein guter Tag werden 🙂
    Lg, Miriam

    1. so ist es … 🙂

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